Samstag, 17. März 2018

Das Imperium schlägt zurück

Nun ist es tatsächlich geschehen: Eine Prophezeiung ist eingetroffen! (Just kidding! No, it's not that important.)
 

Im Schnellkurs über Scientology habe ich angekündigt, dass man den 1. Teil des Buches Scientology schafft uns ab wahrscheinlich als phantastische Ausgeburt eines erfolglosen Drehbuch- oder Romanautors hinstellen wird, der ich, zugegeben, noch bin…
 

Und schon prangt eine negative Kritik unter meinem Amazon-Buch, anonym natürlich:
"Nerviger Schreibstil, schlechtes Buch
Sehr schlecht geschrieben. Die selbstverliebte Art des Autors nervt.
Wenn er doch alles so schnell durchschaut hat hnd weitaus klüger war als alle anderen Syntologen, frage ich mich warum er 13 Jahre Syntologe blieb... Hab nach 20 Seiten das Buch weg gelegt weil sein Schreibstil echt nervt.
"
 

Auf welche Art „Fee13“ die ersten 20 Seiten meines Buches gelesen hat, in denen beschrieben wird, warum ich in Scientology blieb – natürlich spielte auch eine Frau eine große Rolle -, wie man nach 20 Seiten sofort alles über das ganze Buch „wissen“ kann, wie man überhaupt ein kindle-e-book „weglegen“ kann, das alles bleibt wohl eines der unbedeutenderen Geheimnisse dieses Universums.
 

Viel interessanter finde ich vielmehr, dass nach dieser primitiven „Kritik“ das Interesse an diesem Buch stieg.


Mein Kaffee ist wieder mal alle.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Eine dystopische Story-Welt

Wir sind echte Glückspilze.

Ich wache auf. Ein neuer Tag liegt vor mir. Ein schöner Tag, denn ich lebe nicht einem Überwachungsstaat, nicht in einem Polizeistaat, ich lebe in einer Demokratie, die meine Daten schützt. Ich bin ein Glückspilz.
Während ich Yoga mache, überlege ich, wie ich in einem Roman eine dystopische Story-Welt entfalten würde, wie einen brutalen Polizeistaat, wie einen paranoiden Überwachungsstaat. Und dann kommt's mir: Eine innere Bedrohung müsste her, und zwar eine so gewaltige, dass die Bürger selbst die totale Überwachung wünschen, und eine massive Polizeipräsenz fordern bzw. dagegen nichts einzuwenden haben.
Wie eine solche Bedrohung schaffen? 
Also erst mal gucke ich nach Irak, Syrien etc. Da ist immer Unruhe. Und ich lasse Fake-News verbreiten über WMDs, die es im Irak angeblich gibt. Dann bombe ich den Irak zurück in die Steinzeit, na ja, sagen wir, ins 7. Jh., also in jene Zeit, in der ein Gesetz religiöse und weltliche Belange regelte. Nachdem ich den psychotischen irakischen Herrscher eliminiert habe, entsteht natürlich, das weiß ein jeder, ein Machtvakuum, das die verschiedenen, an Selbstwertdefiziten leidenden Stammesführer füllen wollen und müssen. Krieg zwischen ihnen, die Waffenindustrie freut sich, die Bevölkerung leidet, Panzer, Kampfflugzeuge, erneut Bomben, das Giftgas Sarin wird hergestellt, man braucht die richtige Mischung der Precursors, findet sie, testet sie, Tote überall. Und die Bewohner flüchten. Wohin? In die reichen Ölstaaten? Nie und nimmer! Dort sind sie unerwünschte, minderwertige Menschen. Okay, also flüchten sie nach Norden, durch die unfreundliche Türkei, in die menschenfreundliche EU. Die EU, nicht vorbereitet auf solche Flüchtlingsströme, ist uneinig: wie sie aufnehmen, wie verteilen? Und schließlich entscheidet die Großfürstin der EU autokratisch, also ohne die anderen EU-Staaten zu fragen, dass alle Flüchtlinge kommen sollen, alle, uneingeschränkt, unkontrolliert, und sie kommen. Ganz klar, dass einige Staaten sich dagegen wehren; bis dato unbekannte, extrem-nationale Führer werden automatisch nach oben gespült, plötzlich kennt sie jeder, denn sie sprechen das aus, was ein nicht geringer Prozentsatz der überrumpelten Bürger empfindet: stoppt den Einwandererstrom. Und sie stoppen den Einwandererstrom. Die Großfürstin wusste natürlich, dass eine solche Reaktion kommen würde, sie wusste auch, dass in dem unkontrollierten Einwandererstrom islamistische Terroristen nach Deutschland kommen, nach Frankreich, nach England. Sie handelt (in meiner dystopischen Geschichte) einfach im Auftrag einer unbekannten Schattenregierung; Attentate folgen, noch stärkere Polizeipräsenz, überall Kameras, überall Überwachung, das ist auch in Ordnung so. Nun lasse ich die Geheimdienste absichtlich Fehler machen, ziemlich gravierende, die ich peu à peu „durchsickern“ lasse, über einen längeren Zeitraum hin, dass das Volk nur mehr den Kopf schüttelt und noch mehr Polizeipräsenz will, noch mehr Überwachung inkl. facial recognition, also insgesamt eine stärkere, gebündelte Kontrolle. Und nun lasse ich alle Geheimdienste zusammenführen, in einer Hand zusammenfassen, nenne diese „Staatsapp“ eine „Smart Hand“. Jeder Bürger weiß nun, dass dies alles wichtig und richtig ist. Schließlich kommt ja „smart“ in diesem Begriff vor. Wir leben ja in smart times, in smarten Wohnungen, in einer smart City. Und jetzt auch in einem smarten Staat. Natürlich darf nun nicht fehlen, dass man auch alle Daten der Bürger erfasst. Und die Einwanderer müssen ihre Smartphones abgeben, der Bürger akzeptiert dies wohlwollend, später lass ich alle Smartphones überwachen, usw. usf. 
So, jetzt hab ich (in meiner Geschichte) die ersten Ansätze für den totalen Polizei- und Überwachungsstaat. Befreit und beruhigt lehne ich mich zurück.
Befreit, weil die Geschichte endlich fertig ist. 
Beruhigt, weil ich nicht in einer solchen dystopischen Welt lebe. 
Gott sei Dank leben wir in keinem Überwachungsstaat, keinem Polizeistaat! Wir leben in einer Demokratie, mit ehrenwerten Politikern, mit von oben kontrollierten Geheimdiensten, mit einem hervorragend funktionierenden Datenschutz. Wir sind echte Glückspilze! 

Mein Kaffee mit Latte ist wieder mal alle. 

Freitag, 13. Oktober 2017

Adolf Erdo-Kahn

Verlor das Interesse an Yellowman und Rocketman. Jetzt interessiert mich mehr der türkische Adolf, der die EU aufs Primitivste verarscht; wann begreifen die EU-Politiker und die Merkel endlich, dass man mit diesem an bösartigem Narzissmus leidenden, 1997 wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Knast Verurteilten, nicht verhandeln kann? 
Die Appeasement-Politik der EU-Politiker erinnert mich an Hitler und Chamberlain, der doch 1938 tatsächlich glaubte, er könnte dem Wort Hitlers vertrauen. 
Der türk. Adolf erinnert auch sonst an Hitler: Volksverhetzung, Menschen als Faustpfand; Willkür-Gerichtsverfahren; diesem kriminellen Autokraten ist jedes Mittel recht, um Deutschland in die Knie zu zwingen; dieser im Ego-Wahn erstarrte Diktator hält sich an keine rechtstaatlichen Regeln, weiß er doch inzwischen, dass er den EU-Polit-Idioten jede Scheiße entgegenwerfen kann, ohne dass diese ihm irgendeine wie auch immer geartete Scheiße zurückwerfen. 
Und die Syrien-Flüchtlinge, die lässt er garantiert irgendwann auf die EU los, wann's ihm halt taktisch in den Kram passt; die EU ist natürlich auf so eine Situation nicht vorbereitet. Warum auch, ein Vertrag ist ein Vertrag. Aus der Geschichte haben sie nichts gelernt, die Geschichte ist da, um sie (verdreht) zu lehren, nicht aus ihr zu lernen.
Wollte eben eine Feige essen, die ist aus der Türkei. Nix da, weg damit, ich schenk sie einer Bettlerin. Schließlich hab ich Empathie.
Das Trockenobst, ebenfalls aus der Türkei, hergeschenkt, die Bettlerin freut sich. Die freut sich wirklich: jedesmal, wenn ich vorbeikomme, leuchten ihre Augen, weil sie türkische Früchte bekommt. (Geld geb ich ihr keines, hab keine Lust, die Bosse der Bettlermafia in Rumänien noch reicher zu machen. Lange ging ich an diesen Betlern vorbei, verneinte hart ihr Flehen. Doch hinterher hatte ich meist ein komisches Gefühl. Bis ich irgendwann entschied: Moralisch kann ich es nicht mehr vertreten, diese armen Schweine leiden zu sehen. Gib ihnen was zu essen. Erst waren es Nahrungsmittel, die mir nicht schmeckten, aber den Bettlern schon; inzwischen sind es türkische Früchte. Wenigstens tut der Adolf Ego-Wahn indirekt was Gutes. Er tut auch sonst viel Gutes, z.B. sorgt er für Arbeitsplätze, schließlich muss sein 1000-Zimmer-Palast in Schuss gehalten werden.)

Der Flug in die Türkei, den schenk ich auch den Bettlern (just kidding), nein, storniert hab ich ihn; bin doch nicht blöd, mich wegen irgendeinem Scheiß, irgendeiner anonymen Anzeige inhaftieren zu lassen. Für immer wegsperren! Denn ob die deutschen Inhaftierten je frei kommen, wage ich bei dem Willkür-Staat Türkei mit seiner Willkür-Rechtsprechung zu bezweifeln. Und wie's in den türkischen Gefängnissen zugeht, kann man dem preisgekrönten Film Midnight Express entnehmen (Drehbuch: Oliver Stone): Nein, danke!
Die türkischen Spezialeinheiten haben sogar ein zweijähriges Kind mit der Waffe bedroht und angebrüllt. Wo ist der Unterschied zu den SS-Schergen, die Kinder in die Gaskammer schickten? Na ja, die wurden nicht angeschrieen. 

Jeder Deutsche, der jetzt noch in die Türkei reist, oder durchreist, muss blöd sein.

Mein Kaffee ist alle, ist kein türkischer Kaffee, das hab ich auf der Verpackung gelesen.

Dienstag, 26. September 2017

Yellowman vs. Rocketman

Halt, dies ist bloß ne Ankündigung:

Nächsten Blogbeitrag widme ich dem TRUMPel und dem Kim, aka Yellowman vs. Rocketman.
Falls es mich noch interessiert.

Freitag, 3. März 2017

TRUMPelpfade

Abseits der TRUMPelpfade


Jeder spricht, jeder schreibt über den TRUMPel, der das Weisse Haus besetzt hat. Es wird gerätselt, es wird diskutiert, Talkshow follows on Talkshow, "Experten" diskutieren, wer denn das Sagen habe, in diesem TRUMPel-Universe, ob das noch Demokratie wäre, oder schon Oligarchie (lauter Milliardäre, die alle garantiert wissen, wie der kleine Mann "da unten" sich fühlt, was er will), ist es Plutokratie (wurde nicht Pluto als Planet abgesetzt? just kidding) oder Autokratie? Ich glaube es ist eine Autokratie, denn geht's nicht auch um Autos, um German Autos?

Offensichtlich wähnt der TRUMPel sich immer noch in seiner TV-Show, in der er alles übte. Vor allem die Selbstdarstellung, Gesten, Mimiken. Erinnert mich an irgendwen, der erst mal vor dem Spiegel und einem Fotografen Posen usw. übte. (Aber ich weiß jetzt partout nicht, wer das war.) 
Eine Mauer muss wieder her, sagte der TRUMPel. Mauerbau! Um den mexikanischen Menschenschrott draußen zu halten. Hoffentlich verwechselt TRUMPel nicht Mexiko mit New Mexico. (Na ja, seine Berater werden's ihm schon rechtzeitig sagen. Dann auch wieder nicht, denn der TRUMPel verwechselt schon mal EU-Länder mit Städten und umgekehrt.) Die Mexikaner werden die Mauer zahlen, verspricht der TRUMPel. Fuck you, sagte ein mex. Ex-Politiker. TRUMPel sollte sich Rat bei einigen Ex-Stasi Leuten re Mauerbau holen. 
Dann: Alle Araber und illegalen Mexikaner raus, keine Araber mehr rein - Ausnahmen die Saudis und die Emire, mit denen Geschäfte abgewickelt werden, war nicht Bin Laden ein Saudi? 
Ein 5-Jähriger in Handschellen, da geht dem TRUMPel einer ab! Der Junge könnte ja in seinem Verdauungstrakt eine Bombe versteckt haben. Ach, hätte der doch eine Stinkbombe losgelassen! denkt wohl der TRUMPel, das wäre nämlich ein Grund gewesen, ihn nach Guantanamo zu schicken...
Alle Araber und illegalen Mexikaner raus, würde da nicht bald die US-Wirtschaft stillstehen?

Warum liebt man German Autos? Weil sie die besten sind! Welcher Ami fährt nicht gerne einen "Beamer" (BMW), einen Posh (Porsche)?
Wer kauft sich schon in Germany einen Chevy, einen Cadillac? Höchstens einen Ford Mustang kauft man hier, sporadisch, und den auch nur, weil er geil aussieht, wahrscheinlich sehr gut sprintet, und weil er ursprünglich von Steve McQueen in Bullitt, in der wohl berühmtesten Verfolgungsjagd aller Zeiten, bekannt gemacht wurde... 

Oder ist der TRUMPel einem Comix entsprungen, die ungebildete Variante eines Lex Luthor darstellend? Who knows? Ferner liebt er es, selbstherrlich und selbstverliebt, seine Exec Orders mit seiner Unterschrift, die an die Aufzeichnung eines Seismografen während eines heftigen Erdbebens erinnert, im TV groß herzuzeigen, in seine "All"-Macht verliebt. Gotteswahn oder Unfehlbarkeitssyndrom nennt man das. Tritt auf, wenn man als Kind urplötzlich nicht mehr im Mittelpunkt stand, so Dr. Stephen Wolinsky.

Jetzt weiß ich wieder, an wen mich der TRUMPel erinnert, nämlich an einen berühmt-berüchtigten Man from Austria, der auszog, die Welt zu erobern, nein, nicht den Governator meine ich, sondern den anderen! Ja, genau den!
Und Austria? Nein, da gibts keine Kängurus, höchstens in Tierparks, nein, wir sinds, the Austrians, the last of the Habsburgs, once the biggest, now, after a heavy castration after WW1, only a small country in the middle of Europe, having the face of Goofy. 
Ja, wir haben große Leute hervorgebracht: Billy Wilder, Fred Zinnemann, Klimt, Hundertwasser etc.
Und leider auch jenen, der von Lubitsch in To Be or Not To Be und von Chaplin in The Great Dictator so köstlich verarscht wurde. Den AH. Ich hoffe, keiner hatte jetzt ein aha-Erlebnis, ich hoffe, jeder wusste gleich, dass der Mann mit einem Ei gemeint war. An ihn erinnert mich der TRUMPel. Besonders, wenn er lügt, pardon, alternative Fakten schafft, hervorgeholt aus dem alternative-universe of the trumpeteer...
The alternative universe of the trumpeteer. Liebe diese Formulierung. 

Worauf ich eigentlich hinaus wollte: 

Ist noch niemandem aufgefallen, dass der TRUMPel alle (und ich meine ALLE, wirklich ALLE) Anzeichen eines malignen Narzissmus aufzeigt, jener psychischen Störung, von Erich Fromm als das Böse schlechthin bezeichnet?

Mein Kaffee mit Latte ist wieder mal alle. 

Dienstag, 5. April 2016

Blog Pausing

Sollte jeder Blogger mal ausprobieren!
Anstatt täglich einen Haufen BS rauszumüllen, nachdenken, überdenken, Wichtigkeiten abschätzen.
Nach einem 3-monatigem "Sabbatical" blogge ich wieder. Diesmal, welche Themen ich bloggen wollte und dann sein ließ.
Also, da ist als wichtigstes Thema die "Flüchtlingskrise" in unserem Bewusstsein eingeprägt, tagtäglich, in allen Medien, rauf und runter. Es gäbe sie erst gar nicht, hätte nicht Mamma Markel "Ihr Kinderlein, kommet!" exklamiert.
Dann die Thematisierungen der Oberzahlengrenze, der festgefahrene Standpunkt der Frau Merkel, die Euphemismen, die Debatten, die vordergründig sichtbaren Spaltungen und Krisen in den div. politischen Fraktionen. Nur interessant, wenn man alles aus der Sicht eines weit im Hintergrund sitzenden Beobachters "vorbeifließen" lässt. Dann merkt man tatsächlich etwas Anderes als den politischen Lärm im Vordergrund: Man sieht Spieler und ihre Marionetten, man sieht Taktieren, Strategien und Dinge, die unerwartete Rückschlüsse zulassen. So betrachtet, sieht die Welt ganz anders aus. Selber ausprobieren!
Also, ich wollte auch schreiben über Sultan Erdogan, wie der Milliarden kassiert, die EU erpressbar macht, Kritik nicht zulässt, sogar die Redefreiheit in der EU reglementieren will... Aber da haben andere schon genug karikiert. Na ja, vielleicht bringe ich schnell etwas Wienerisches über diesen Sultan: Die ersten beiden Türkenströme wurden erfolgreich 1529 und 1683 bei Wien aufgehalten. Europa blieb weiterhin christlich, bis auf den Kaffee, von den hastig fliehenden Türken zurückgelassen. Jetzt plant Sultan Erdogan, Europa endgültig zu türkisieren: Wenn die EU nicht nach seiner Pfeife tanzt, ihm Milliarden spendet, etc. pp., öffnet er einfach die Schleusen und lässt einen Flüchtlingstsunami auf die EU los. Das wird er.

Das Problem mit dem schwarzen Loch Griechenland, in dem Milliarden verschwinden, ist längst vergessen. Kriegen die eigentlich weiterhin Milliarden? Keine Ahnung!

Woche für Woche folgt irgendein Tatort mit den diversen Ermittlern, einer langweiliger als der andere. Als ich in den Tatort mit dem Schweiger reinsah, hatte ich nach einer halben Stunde das Gefühl, dass mir jemand die Zeit stiehlt. 
Was gab's sonst noch? Ach ja, beim Herumzappen sah ich so um 18 Uhr auf ARD eine Rate-Show, die so blöd war, dass ich das Gefühl hatte, RTL-Verblödungsshows schwappen jetzt schon über auf die ARD. Na ja, passt zum Tatort, egal welchem! Wichtig ist, alle Menschen in Spieleshows und TV-Müll hineinzuziehen, damit sie über nichts mehr nachdenken müssen. 
Das Denken überlassen wir den Politikern, die wissen schon, was sie (nicht) tun.

Mein Kaffee mit Latte ist wieder alle, mein Stream of Consciousness ist abgerissen. Mir ist klar, dass dieser obige Bewußtseinsstrom absolut inhaltsleer war.
Ta ta, würde Hannibal Lekter jetzt abschließend sagen.
Als Wiener sage ich: Ba ba!
Der nächste Blog wird besser!
Denke ich.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Deutschland 83 - die Serie mit den Plotlöchern

Deutschland 83


Mit Spannung habe ich Deutschland 83 erwartet, es aufgezeichnet, um die ersten Episoden tags darauf, die Werbung überspringend, zu genießen und wurde dann maßlos enttäuscht: zwar wie erfolgreiche US TV-Serien produziert, war das Skript voll von Plotlöchern, schlimmer und tiefer als manche Schlaglöcher auf ostdeutschen Straßen. Das schlimmste Plotloch war gleich zu Beginn, als der westdeutsche Oberleutnant und zukünftige Adjutant eines Generals in Bonn durch eine eiskalte Killerin im Zug mit einer Pistole mit Schalldämpfer getötet wird. Gleich darauf sehen wir den ostdeutschen DDR-Grenzsoldaten, der ihn ersetzen soll. Erstens sieht er dem westdeutschen Oberleutnant gar nicht ähnlich, zweitens hätte ich gerne gewusst, was mit dem getöteten Oberleutnant geschehen ist – der muss ja irgendwie "entsorgt" werden, außerdem hat dieser sicher eine Freundin, Freunde, Kollegen, also eine gesamte Infrastruktur an Familie, Freunden, Feinden etc. Anstatt jetzt durch die Einführung der Killerin, die ja noch eine wichtige Rolle als Handlerin des DDR-Mannes übernimmt, zum Plot beizutragen, wird der DDR-Mann betäubt, wacht in der BRD auf, bekommt dort auf die Schnelle ein Stasi-Training, plus ausgerenkte Finger, damit er nicht Klavierspielen muss – der Oberleutnant kann es bzw. konnte es, dass man auch nur linkshändig Klavierspielen kann, wird als kleines Plotloch stillschweigend hingenommen – und schwupps ist er schon im Einsatz, muss sofort brisante Unterlagen organisieren, hat ganz plötzlich James-Bond-Fähigkeiten, klettert über Hotelbalkone in untere Stockwerke, öffnet Balkontüren, knackt Hotelsafes. Und als er einem "seiner" BRD-Offizierskollegen begegnet, der ihn gut kennen sollte, erkennt ihn dieser zwar, allerdings mit einer Bemerkung, wie "ziemlich verändert hast du dich!" Zum Glück wurde der DDRler vorher von einer vietnamesisch aussehenden Agentin vermöbelt, sodass sein Gesicht etwas blutverschmiert ist. Plotmäßig sehr praktisch! Aber Ähnlichkeit ist immer noch nicht festzustellen, außer man steht unter Drogen.
 
Und das waren nur ein paar Plotlöcher.
Die einzige Spannung kam nur auf, wenn der DDRler als Instant-James Bond unterwegs war, oder gravierende Fehler beging, die ihn enttarnen hätten können.


Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was den Kritiker der New York Times bewegt haben kann, eine positive Kritik zu schreiben, aber vielleicht wurde er ja unter Drogen gesetzt...


Wenn jemand wirklich eine gute Agentenserie über den Beginn der Reagan-Ära sehen will, der muss sich unbedingt The Americans anschauen. DAS ist eine TV-Serie auf Top-Niveau.


Muss mich jetzt auch unter Drogen setzen, um den heutigen Abend mit den Episoden 3 und 4 von Deutschland 83 zu überstehen. Doch halt, ich seh mir den Schrott erst morgen an, heute zeichne ich ihn nur auf. Stehe ich etwa auch unter Drogen, hat jemand meinen Kaffee mit Latte mit einem Rufie gemixt?
Ich werd's erst morgen wissen, wenn ich wieder aufwache. Hoffentlich kann ich mich dann noch erinnern.