Sonntag, 5. April 2015

Ich nutze 20 Prozent meines geistigen Potentials, seit ich den Scientology-Konzern verließ

Weil in den USA auf HBO eine scientology-kritische Doku viel Wirbel erzeugt, in Deutschland dies aber unbeachtet bleibt, möchte ich auch kurz meinen Senf dazu beitragen.

Auch ich war mal in Scientology. Meine Karriere in diesem Wirtschaftskonzern, der unter dem Deckmantel "Religion" nicht funktionierende "Lebenshilfen" teuer verkauft und hörige Sklaven heranzüchtet, ist schnell beschrieben: Einstieg, Aufstieg, Abstieg, Ausstieg. Dreizehn Jahre drin, dann folgte ein beschwerlicher Ausstieg... Ausführlicher, also wie ich mit Lügen reingezogen, umgedreht, permanent behavioral modifiziert wurde etc. finden Sie auf einer meiner Websites.

Eines vorweg, damit man den folgenden Text versteht: Als Angestellter einer Scientology-Org gab's (und gibt's) nie Geld, selbst nicht für 80- bis 100-Stunden-Wochen...

Im Folgenden ein Auszug aus meinem Buch Scientology schafft uns ab, Kapitel Das zweite Mal in Kopenhagen. Ein verpfuschter Happiness Rundown. Drei Mädchen in einem Aufzug. Ich nutze schon 11 Prozent meines geistigen Potentials:

... Da es nie Kohle gab, meldete ich mich beim "Director of Communications", einer überarbeitet aussehenden Frau, um Einstein-Flyers auszutragen.1 Ich bewunderte sie: Sie bekam nie Auditing, sie war Tag und Nacht in der Org, wie schaffte sie das nur? Ich sah sie allerdings auch nie lachen oder in glücklichem Zustand.2 Für 1000 ausgetragene Flyer gab's, glaube ich, 10 Mark. Ich nahm gleich 2000 Stück mit. Schon mal 2000 Stück ausgetragen? Und das in den freien Stunden? Ich schon! Zumindest eine Stunde lang, dann dachte ich, "die spinnen ja, da brauch ich doch endlos lange", also steckte ich in jeden Briefkasten gleich fünf Flugblätter oder mehr hinein, aber selbst das dauerte immer noch endlos. Also warf ich die restlichen Flugblätter in eine Mülltonne. Ich hatte auch eine brauchbare Rechtfertigung parat: "Da die Flyers sowieso weggeworfen werden, kann das genauso gut ich erledigen." Doch danach bekam ich enorme Schuldgefühle. Ich fühlte mich wie ein Verräter. Nur einfallsreiche Rechtfertigungen, wie "Wenn ich mal mehr Geld habe, werde ich das alles wieder gut machen" konnten mich einigermaßen beruhigen. Das nächste Mal trug ich die Flugblätter gewissenhaft aus. Das hielt ich etwa eine Stunde lang durch, dann steckte ich wieder fünf oder mehr Flyers in jeden Briefkasten. Doch den großen Rest schaffte ich nicht mehr. Ich nahm mir vor, ihn ein andermal zu verteilen, trug ihn nach Hause und machte mir ein paar schöne Stunden. Meine hochkommenden Schuldgefühle verdrängte ich mit der Rechtfertigung: "Das nächste Mal trage ich doppelt so viele Flyers doppelt so schnell aus." Damit konnte ich leben. Vorläufig. Doch auch das nächste Mal schaffte ich es nicht. Und auch die Male danach nicht. Nach einiger Zeit hatten sich so viele Flyer auf dem Speicher des Hauses einer Bekannten (auf dem ich für 100 DM pro Monat schlafen durfte) angehäuft, dass ich für das Verteilen wahrscheinlich viele Wochen gebraucht hätte. Frustriert bis apathisch trug ich danach überhaupt keine Flyers mehr aus, sondern sammelte sie auf dem Speicher, während ich fleißig jede Woche die 20 Märker kassierte. Da aber damals die Dianetik-Bücher fast jeden Monat teurer wurden, hatte ich bald Berge von Flugblättern, die veraltet waren. Jetzt hatte ich die Rechtfertigung, sie nicht mehr austragen zu dürfen. Welch halb befreites Aufatmen! Auf dem Dachboden, neben meinem Bett war viel Platz, dort türmten sich die Tausenderstapel der veralteten Dianetik-Handzettel. (Und als ich nach einem halben Jahr oder so auch von dort ausziehen musste, weil ich viele Mieten im Rückstand war, hinterließ ich riesige Stapel von Dianetik-Promo, die inzwischen wie die Skyline von Manhattan aussahen, bedruckt mit dem ins Auge springenden Slogan: "Wir verwenden nur 10 Prozent unseres geistigen Potentials." Wie wahr! Ich war das beste Beispiel dafür! Aus heutiger Sicht würde allerdings sagen, dass ich damals mindestens schon 11 Prozent verwendet hatte, indem ich die Flugblätter nicht austrug, aber das Geld kassierte.)

...


Seit ich Scientology völlig aufgearbeitet, also Scientology voll und ganz exorziert habe, also ein "Scientology-Clear®" bin , kann ich behaupten, dass ich jetzt schon 20 Prozent meines geistigen Potentials verwende. Kleiner Joke als Abschluss.

Diese Aktion wurde eingeführt, um die Buchverkaufsstatistiken nach oben zu treiben. Nach ein paar Monaten wurde sie wieder abgeschafft. Der "Einstein-Flyer" wirbt für das Buch Dianetik: Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit. Er heißt Einstein-Flyer, weil er angeblich Albert Einstein zitiert: "Wir nutzen nur 10 Prozent unseres geistigen Potentials." Mit Dianetik- und Scientology-Techniken könne man die restlichen 90 Prozent erlangen. Doch weder hat Einstein dies gesagt, noch stimmt diese These. Siehe Wikipedia, Zehn-Prozent-Mythos.
Ein Jahr später wurde sie zu einer Unterdrückerischen Person (SP, Schwerverbrecher) erklärt und ausgeschlossen. Auf dem Schwarzen Brett konnte man über ihre vielen "Verbrechen" lesen.

Dienstag, 17. Februar 2015

TTIP oder Warum wir das Denken den Wirtschaftsbossen und Politikern überlassen sollten


Weil TTIP ein wichtiges Thema ist, nachfolgend ein leicht verändertes Posting vom Dezember.

Ich bin dafür, dass TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership, Transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen) sich durchsetzt. Dies garantiert Privatisierung von Wasser, Strom, Abfallentsorgung, Krankenhäusern etc. Der Einflussbereich der Kommunen kann endlich lahmgelegt werden, was viel Spielraum schafft für unweltschädigende Unternehmungen, wie z.B. Fracking. Der Bürger braucht sowieso keine gesunde grüne Umwelt. Der arbeitet tagsüber, und abends sieht er sich Verblödungssendungen an, um sich zu entspannen.

Die Politiker und Reichen, die brauchen sie schon, die grüne und gesunde Umwelt. Sie dürfen nicht in Gegenden wohnen, in denen Fracking betrieben wird. Wer denkt dann für uns, wenn sie krank werden, Krebs kriegen, oder ihre Prunk-Villen einstürzen! Das mit TTIP wäre also geklärt. Nein, noch nicht ganz: Setzt sich TTIP durch, könnten endlich wieder Sozialleistungen und Mindestlöhne gekürzt, also Geld gespart werden. Kleine und mittelständische Betriebe würden von transnationalen Wirtschaftsriesen verdrängt werden. Das schafft Übersicht und spart Geld.
Dass durch TTIP mit dem Wachstumshormon Ractopamin belastetes Fleisch auf unsere Teller kommt, sollte uns nicht stören. Das Wachstumshormon garantiert, dass der Mensch wächst. Oder etwas in ihm, wie z.B. Krebs. Denn Krebs kann sowieso bald behandelt werden. Recht so.
Und wenn mit TTIP Hähnchenfleisch, mit Chlor keimfrei gemacht, auf unseren Tellern landet, sollten wir uns auch keine Gedanken machen. Zwar kann sich Chlor im Körper ablagern, aber das ist weiter nicht schlimm, denn es macht uns keimfrei, von innen her. Möglicherweise wirkt es auch als Nervengift. Unsere Nerven liegen sowieso blank, durch den allgegenwärtigen Terror, der uns unterschwellig in Angst versetzt. Der Angstlevel lässt uns abnormal denken und handeln. Chlor hilft uns also. Recht so.

Das mit TTIP wäre also geklärt. Merke gerade, hab was Wichtiges vergessen, was ganz Wichtiges, hätte eigentlich damit beginnen sollen: Schiedsgerichte können unter Aufsicht des zur Weltbank gehörenden International Centre for Settlement of Investment Disputes (ICSID) einem transnationalen Wirtschaftsriesen, der einen Staat z.B. wegen eines Fracking-Verbots verklagt, Recht geben, und zwar letztinstanzlich, also ohne Berufungsmöglichkeit. Für etwaige Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe an den Wirtschaftsriesen muss letztlich der Steuerzahler aufkommen. Recht so. 
Ich bin auch dafür, dass die Wirtschaftsriesen überhaupt keine Steuern mehr zahlen. Die Statistik beweist es: die eingehobenen Steuern der arbeitenden Bevölkerung sind um ein Vielfaches höher als die Steuern der Wirtschaftsriesen. Warum sie also besteuern? 
Das ist echtes positives Denken!


Das mit TTIP wäre also geklärt!
Und mein Kaffee mit Latte ist alle. 
Muss schnell noch was loswerden: Wie Sie merken konnten, schätze ich unsere lieben Politiker sehr: Ich schätze ihre mit leeren Inhalten vollgestopften Füllsätze, schätze ihre Umdefinierungen der Worte1, schätze ihre geladene Sprache - kurz, ich liebe ihre verbale Hypnotik, die mit ihren gut vorgetragenen und schön klingenden leeren Reden einhergeht. Und wenn mal ein Politiker kein Rhetoriker ist, liebe ich seine/ihre Pausen, mit dem inzwischen bekannten bedeutungsschwangeren Blick nach oben, meist nach rechts, vom ihm/ihr aus gesehen - ist keine politische Anspielung, rechts ist die kreative Ecke des Denkens. Machmal auch die des Lügens. Recht so.
___

1 So machte Minister Dobrint (CSU) aus Ausländern 'Gebietsfremde', um sein Programm der Maut für Ausländer besser verkaufen zu können.

Samstag, 14. Februar 2015

WeiterBILDung

Beim Katzenklosäubern sprang mich die BILD Schlagzeile an: "EX-SCHALKE-STAR JETZT SALAFIST, darunter: Das hilft wirklich bei Rückenschmerzen!" Dann war schon geklumpte Katzenstreu drauf, sodass ich nicht weiterlesen konnte. (Vielleicht ist das tägliche 5 mal auf die Knie gehen und sich auf den Boden werfen das Allheilmittel bei Rückenschmerzen, dachte ich. Wenn dem so wäre, dann hätten alle Edelnutten, die vor Charlie Sheen in die Knie gingen, keine Rückenprobleme. Muss da mal nachhaken.)

Dann las ich, dass Deutschlands Reichste viel reicher wären als bisher angenommen. Die neuen Zahlen: 1 % der deutschen Bevölkerung besäßen rund ein Drittel des deutschen Gesamtvermögens. Nur ein Drittel! Da müssen sie sich noch anstrengen, denn weltweit würden etwa 1 % der reichsten Multimilliardäre mehr als die Hälfte des weltweiten Wohlstands besitzen. Wie das Satire-Mag The New Yorker vor ein paar Wochen vermeldete, hätten sie sich in Davos getroffen, um zu besprechen, wie sie auch an den Rest des weltweiten Vermögens gelangen könnten. Gerüchten zufolge gehöre TTIP zu einer der Taktiken. Wichtig wäre, alle Weltkonzerne steuerlich zu befreien, und Arbeit noch härter zu besteuern. Dem kann ich nur zustimmen!

Dann las ich, dass auch Schwarzenegger neben all den Politikern und Wirtschaftsbossen auf der Siko in München erschien. Vermutlich will man sein Know-how als Terminator für zukünftige Vorgehensweisen gegen Terror anzapfen.

Dann die Schlagzeile: "Klum-Model war mal ein Mann!" So was! Und Heidi wusste von nichts! Da kann man nur sagen: Klum gelaufen.

So, mein Kaffee mit Latte ist getrunken. Geh mir jetzt mal einen ablachen, dann werde ich an meinem Quantenf**k-Roman The Orion Machination Or How the Gods Learned to Laugh Without Being Drunk weiterschreiben.

Freitag, 16. Januar 2015

Deutschland ist Islam

Der Islam ist ein Teil Deutschlands, sagte die Bundeskanzlerin.
Ich finde, sie hat Recht. 
Sie ist also für die Scharia, für die Aufhebung der Grenze zwischen Politik und Religion. Ich auch.
Dann bin ich für die Abschaffung der Gleichheit von Mann und Frau, denn die Frau ist ein Sexualobjekt, das der Befriedigung des männlichen Sexualtriebes dienen muss.
Ich bin für die Beschneidung der Frau, schließlich ist es unnatürlich, dass die Frau auch Lust beim Sex empfindet.
Ich bin für die öffentlichen Auspeitschungen, am besten Tausend Stück, aufgeteilt in Fünfziger-Happen; alle vier Wochen am Delinquenten ausgeübt, schürt dies die Freude auf das nächste Peitschungsereignis, erzeugt deshalb Spannung, und ist immer wieder eine Abwechslung zu den langweiligen deutschen Soaps.
Ich bin für das Abhacken von Gliedmaßen bei Dieben, aber bitte, unter Narkose, schließlich leben wir in aufgeklärten, humanen Zeiten.
Ich bin für die morgendlichen Enthauptungen, endlich kann manch ein Politiker zusehen, wie Köpfe rollen und dies nicht nur im übertragenen Sinn.
Ich bin für die Einführung islamischer Gesänge und Gebete zu Weihnachten und zu Ostern.
Ich bin für die Zensur, bin gegen jede Form von Karikatur. Deshalb bin ich auch gegen kritische Zitate, wie etwa jenes von Christian Morgenstern: "Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übel nimmt." 
Denn der Islam ist ein Teil Deutschlands.
Deutschland ist Islam.
Dass es in Saudiarabien und den Emiraten meines Wissens nach keine christlichen oder jüdischen Kirchen gibt, ist mir egal.
Dass in Saudiarabien Einwohner, die sich vom Islam abwenden, mit dem Tode bestraft werden, ist mir egal.
Dass in Mekka Nicht-Muslime die "heiligen" Bezirke rund um die Kaaba nicht betreten dürfen, ist mir egal.
Dass in Mekka zur Haddsch keine christlichen Gebete gesungen werden dürfen, ist mir egal. Und falls doch, dass solche singende Personen sofort gelyncht werden würden, ist mir egal.
Dass die Wurzeln Deutschlands von christlich-jüdischer Tradition geprägt sind, ist mir egal.
Denn Deutschland ist Islam.

Dass Deutschland Islam ist, hat sich inzwischen auch in der Tierwelt herumgesprochen. Der Focus Ticker meldet: "Entlaufen! Kamele und Dromedare behindern Schweinfurter Verkehr."
Im Klartext: Kamele demonstrieren gegen Schweine an der wichtigsten Furt des Mains.

So, mein Kaffee mit Latte ist alle. Mein Kaffee ist Arabica, mein Kipferl, ein Halbmond, ist türkischen Ursprungs, also auch Islam. 
Mir fällt erst jetzt auf, auch ich bin Islam. Na also. Muss jetzt raus, ich hülle mich in eine Burka, damit mein Gesicht nicht von den vielen Kameras erfasst und von der Gesichtserkennungssoftware ausgewertet und gespeichert  werden kann, und begebe mich unter die Ungläubigen.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Je NE SUIS PAS Charlie, je suis POUR Charlie

Ich möchte gleich vorweg von meiner Redefreiheit Gebrauch machen und mich von der europäisch inszenierten und politisch vorgeschriebenen Massenhysterie JE SUIS CHARLIE distanzieren.
Gewiss, es ist grausam, wie diese religiös motivierten Killer vorgingen. Gewiss, es ist unvorstellbar, was die Hinterbliebenen an Leid durchmachen müssen. Aber sehen wir uns doch um: In anderen Ländern ist das Morden gang und gäbe. Regt sich da jemand auf? Nein, wir haben uns daran gewöhnt, akzeptieren stillschweigend, dass Menschen abgeschlachtet werden, dass kleine Mädchen in überfüllten und inzwischen von mafiös kontrollierten Flüchtlingslagern als Sexsklavinnen verkauft werden. Wir berichten darüber vor Ort, von Experten befragte Opfer teilen uns ihr Leid mit, wir werden aufgefordert, ihnen durch Spenden zu helfen. Anstatt dass z.B. RTL, zum reichsten multimedialen Konzern der Welt gehörend, selbst massiv mit Geldern dazu beiträgt, dass die Missstände hier ein Ende haben. Egal nun, ob Syrien oder andere Krisengebiete, die zu den größten Völkerwanderungen seit Jahrtausenden beitragen, es bleiben bloß Schicksale, die die Politiker nur peripher berühren und ihnen höchstens Anlass geben, die Bürger aufzufordern, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Die Reichen wohnen weiterhin in ihren Palästen, das Elend aus der Distanz ihres elitären Bewusstseins betrachtend. Wichtig ist eigentlich nur, dass die Wirtschaft floriert, dass der eigene Reichtum wächst...

Doch kaum, dass mitten unter uns ein paar Terroristen Leute töten, wird ein Aufschrei laut und medial derart verstärkt, dass wir alle auf der ganzen Welt emotional so tief berührt werden, dass wir eine Ich-Verfälschung akzeptieren und an uns aktiv durchführen...

Deshalb: Ich bin FÜR Charlie, aber ich bin NICHT Charlie, ich bin für Redefreiheit, ich bin für Toleranz, ich bin für ein Miteinander und gegen ein abgrenzendes Nebeneinander.

Apropos Karikatur: Der Sprecher der Terrororganisation, ein hämisch in sich hinein grinsendes hässliches Männlein, ist Karikatur genug. Zumindest für mich: Ich musste unwillkürlich lachen, weil er wie eine der Charlie-Hebdo Mohammed-Karikaturen aussah... (Hoffentlich bin ich jetzt nicht das Ziel irgendwelcher islamistischer Killer, ganz ohne Polizeischutz...)

Toll, dass so nebenbei jetzt alle vereint und gestärkt sind. Gegen den Terror. und für eine reglementierte Redefreiheit. (Wehe, wenn einer aus der Reihe tanzt und Kritik an den kitschig wirkenden BILDern der in Szene gesetzten Verbrüderung der europäischen Herrscher, pardon, Politiker, übt; ein solcher wird gleich in einem Atemzug mit den stumpfsinnigen Pegida-Anhängern erwähnt...)

Endlich werden auch wir akzeptieren, dass der Terroranschlag in Paris unser europäisches 9/11 ist, dass auch wir ALLE Daten der Bürger speichern müssen; dass diese gespeicherten Daten versagen, Terrornetzwerke zu erkennen, wie der Terroranschlag in Paris beweist, sollten wir vorerst mal ignorieren - die Software muss erst noch verbessert werden; dass die gespeicherten Daten nur dem Zweck dienen, alle Bürger gläsern zu machen, sollten wir als das erkennen, was es ist: eine nicht bewiesene Verschwörungstheorie.

Deshalb bin ich für die Vorratsmassendatenspeicherung. Schließlich haben wir ja nichts zu verbergen.

Endlich werden auch wir akzeptieren, dass die Verfassung geändert werden muss, und zwar dahingehend, die Rechte der Bürger zu beschneiden und die Staatsgewalt zu mehren und zu stärken. Ähnlich wie in den USA.

Denn wir haben ja nichts zu befürchten. Der Staat schützt uns nur vor diesen Terroristen.






So, mein Kaffee mit Latte ist alle.

Sonntag, 11. Januar 2015

The Orion Machination, Chapter II


II.

Normally, when I get these letters about conspiracy theories, I try to read into it, and if there is an interesting style, I read a bit, I either laugh or get bored, then I throw them into the waste paper bin. But not this time. Not because of pages full of descriptions of flying objects making whirring sound, or because of the location where these observations have been made, a military zone in Waldviertel, north west of Vienna, already off limits in Hitler's times, a place surrounded by a primeval forest - the only one in Austria -, where no civilian has ever been, not only because of its thick unpenetrable underwood with no trodden paths, but also for being a restricted area, no, the handwritten pages fascinated me, the rhythm intrigued me, the contents seemed to transport a kind of truth.

Let me introduce myself. For the time being it must suffice that I am a freelance writer, my credo is: always tell the truth, as I have seen, heard or experienced certain events. And possible deductions are characterized as such. I have published my articles in numerous journals, both Austria and Germany. I haven't got any prizes yet, truth is, I couldn't care less, because prizes are just frozen, solidified symbols, created by persons, who themselves have a nimbus of being somebody which again is frozen significance which nobody challenges. So, all the universities, "renowned" or not, and their doctoral degrees, all the prizes, like Pulitzer, Nobel, Oscar and the like are just worthless symbols of frozen images in time and space. Having said that, I like to start at a beginning. There is no beginning, there is only a point in time, which is marked with a location as a beginning. And waking up in my bed is a good one. I have had a bad dream, again, about having died, I woke up, belatedly, again, I had a quarrel with my girlfriend, again, we had make-up sex, again, admittedly a wonderful experience for both of us, we do a lot of quarrelling, followed by make-up sex, I'm always reminded of some apes who have sex instead of a quarrel, well we quarrel, then have sex. This time we quarrelled about my financial situation, which right now is catastrophic, since I haven't sold any story for quite some time, I live from her money, which is getting scarce, I desperately need a story, any story, she suggests, which I don't want to - hence the altercation.

Feeling good after the sexual melting of our bodies, I hurry to my car which doesn't start, again, so I call a taxi and drive to the café where I am to meet the stranger if he's still there, waiting for me.

Well, he was there, I detected him immediately among the other customers, a striking presence of a real individual among a crowd. I know, this all sounds pretty much like the beginning of A Connecticut Yankee and when I continue my story, it will even be more so damn Twain-like, but I can't change that. And again I must stress that I write what I see, what I hear, what I experience, and any deductions will be denoted as such.

The man was in his fifties, short haircut, bristling two weeks beard, a trained body - since I myself do a lot of yoga and gym of all sorts, I have a good eye for such bodily appearances. He obviously didn't bother my being late, indeed very late, he didn't even mention it, he smiled at me and said, that my articles had intrigued him and that I would be the right person to tell his story. And after I ordered coffee for both of us he began describing certain events of his past days. I was immediately drawn into his story, because of his mesmerizing rhythmic language which seemed a bit odd for modern times. He told me of a another kind of Sumerian Tablets, the contents of which differ a lot from those we know, which are according to his words only accessible to very secret societies... What he told me was so mind-blowing that all my questions about reality, about man and his origin, about the creation of everything didn't matter any more. Why so? Because they have been answered.
...


Continuation of the story some other time. Right now I'm in the mood for a little diversion...

Montag, 5. Januar 2015

The Orion Machination, just another quantumfuck novel

I'm bored with blogging which reminds me of columnists writing their boring views about sth. It also reminds me of Sex and the City and those brainless chicks, esp. Carrie Bradshaw and her dumb column about sex and relationships and shoes and clothes, even neglecting a writing deal with real life Matthew McConaughey who wants to flesh out the relationship of Carrie and Mr. Big, a part which he wants to play. So she rejects that offer and returns to New York and her dumb little column. Yes, I have seen this part on TV recently as part of a Sex and the City X-mas marathon, an episode I saw only till the commercials. Then I started to zap around again, zapping being the reason I encountered this now obsolete show in the first place.
Being bored I began to put into words this idea of a machination going on since ages which lingered in the shelves of my imagination since years.
OK, there is the beginning:





The Orion Machination


I.

I'm confused, very much so. And when I tell you why, you'll immediately understand. You see, I have no body. Not nobody, but NO BODY! And I don't know how I got there, I don't know anything. I have to figure that out. At least I have my mind to accomplish that. So I'm not completely helpless. I'm less confused now.

OK, I take a look around – yes, I can also see - and I see many people coming and going, some obviously policemen, some ambulance men. Their attention is fixed on something on the floor, a body. I move to it, smoothly, without effort: Lying on its back, I see blood stains in the breast, on the white shirt, obviously from two shots, one to the heart, or where I think the heart might be located, the other in the middle, where the solar plexus might be. I also see blood trickling sideways from a hole in the forehead, forming a pool of blood on the floor. And then I see the face, it looks somehow familiar and suddenly, with a shock, I see into my face. This is me, and I fully realize: I'm dead, and I black out...

When I come around, I'm still hovering over my face. I'm still fully realizing that I'm dead, and where there has been my body I feel a hole, and a loss fills this hole, so unbearable that I black out again...

Slowly I register that I'm here again. If I'm dead, why do I still have this feeling of me, of an I? I have to figure that out. OK, I have my mind, I can think. Next question: What has happened to me? I don't know. While trying to remember I detect that I can compartmentalise. Yes, I see quite some chambers there, one for each sense. In every compartment are stored fragments of the six senses. That's how I can remember. Yes, there are six senses, the five you all are acquainted with, and the thinking sense, the thoughts, the wanting or hating something, thoughtwise. And somehow all is connected to feelings. But I see only two basic feelings there: attraction and repulsion, wanting or hating something, nothing else. And that something can be anything: objects, body sensations, emotions, thought concepts.

OK, I'm less confused now, but still disturbed: who the fuck shot me? Who dared to take my body from me, my precious beloved body, with all those sensations. And suddenly I remember that fucking sensation, with my hard one entering that mysterious hot, wet snatch, a sensation I right now crave so enormously that it hurts. And I black out...

I am awake now, again. I'm up there, in one corner of the room as if magnetically drawn to that point where the surfaces of two walls and the ceiling meet. Down there, amidst the hustle and bustle of policemen and ambulance men, I see my body, again. This time its on a stretcher and ambulance men shove it out.

I try to remember who has shot me, I enter the visual compartment, I see pictures of myself in interaction with other people and I lose myself in one especially: a woman, a beautiful woman who obviously cares about me, I can feel her sugar, her sweetness, her person, her self, we are making love, slowly, bodies melting into one. And then I feel a bigger hole where both my body and her adored one has been, an enourmous loss overwhelms me and I pass out.

When I come to I wonder where I have been, how much time has gone by. And I remember passing out. Quite often. I have to stop that. How? Normally I have friends and their advice. But I have none now. No one there whom I can ask. No guardian angel, contrary to conventional religious or esoterical lore. And there is also no white light. And I try to interact with one of the remaining policemen but he doesn't hear me. Even when I shout. He just acts strange, as if in deep thought. So I'm all alone, without help, without being able to interact, an unable soul. Another wave of horror hits me, the thought concept "don't pass out" prevents that, I stay awake. OK, I've detected something new: I can steer my consciousness. I guess I am a soul who has to detect what kind of abilities I have. And I recognize again this feeling of me, of I, of being what I am...

What I need now is a safe place, a point of fixed location where I always can return to when I'm confused or have fallen off the track because I took a wrong turn, or lingered too long in some picture. And I remember now: the Egyptian Book Of The Dead, which obviously was never interpreted right. Because its all about a preserved body and well known objects used by the recently deceased, to which the bodiless soul, which embarks on a dangerous journey of self realization, can always return to and become quiet again. Of course there is also the magnetism of the pyramid, that additionally helps attract the soul when lost.

OK, my body. Where is it? And instantly I'm in that ambulance van, hovering over my body, which is in a plastic bag. Not much comfort there. But at least some secure location where I can turn to.

So back to the question: Who shot me? And why? I recollect how to enter the compartments of stored images, and I'm deep into one, a recent one, how do I know that? I don't know, it's just got some kind of invisible time stamp on it. And I see two men, hovering over my body, I'm in that body and it hurts, like a bad cough, like pneumonia, and one of the men, friendly eyes looking into mine, has words coming out of his mouth: "It won't hurt." A flash of his silenced gun, a blow on my head, a white light and then blackness...


Thus begins my novel The Orion Machination. It's about a soul who has just lost its body, it wants to detect who shot him, while amongst the living and why. But during that adventure it (or he, or the I) has to find a way of not freaking out every moment of being without a body. And during that journey he also detects that there is a conspiracy that exists on different planes, over millions of years, some with living beings so powerful that they can create life and live almost eternally, at least in earthen thinking patterns, and that the earth and its living beings are in danger of being extinguished by a dangerous virus: the human being which has been bred by genetically engineering a mixture of apes and their own species, a reptilian breed called the Anunaki, who themselves are servants to the Orion Reptilians... 
...
 

Well, I have finished my several cups of Coffee con Latte, will continue with the novel next time. Think I will do it for a while in small instalments...